Alternative ist nicht neu, sondern wurde verworfen

Alternative ist nicht neu, sondern wurde verworfen

FDP von der Argumentation im Fachausschuss irritiert

Mit großer Irritation hat die Fraktion der Freien Demokraten in Wetter die Argumentation in der Debatte um ein neues Feuerwehrgerätehaus in Wengern zur Kenntnis genommen. Dort brachte der Bürgermeister einen Neubau für die Löschgruppe Wengern am alten Standort wieder ein. Diese angeblich neue Alternative wurde jedoch seitens der Politik bereits vor einem Jahr verworfen.

Wulf Bernecker | Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, Soziales und öffentliche Ordnung

Anlass für die jüngste Diskussion um den Standort der freiwilligen Feuerwehr in Wengern war ein Antrag der FDP-Fraktion im Rahmen der Haushaltsberatungen, endlich – über ein Jahr nach Bekanntwerden der Missstände der alten Feuerwache im Wengerner Dorf – die politische Entscheidung für einen Neubau im Heringhäuser Feld zu treffen. „Wir wissen aus der Erfahrung mit dem Projekt der Feuerwache in Esborn, wie lange so ein Verfahren vom politischen Beschluss bis zur Grundsteinlegung eines Neubaus dauert. Die hohe Auslastung der Baubranche hilft uns in dieser Hinsicht im Augenblick auch nicht. Daher war es unser Ziel, jetzt zügig zu einem Beschluss für das Heringhäuser Feld zu kommen, damit die freiwillige Feuerwehr nicht mehr länger als unbedingt nötig, mit den Missständen in der alten Wache leben muss!“, so Wulf Bernecker, Mitglied für die Liberalen im Ausschuss für öffentliche Ordnung. Dass der Bürgermeister dies dann aber mit Blick auf einen möglichen Neubau am alten Platz im Dorf auf die lange Zeitachse verschob, ist sehr irritierend.
„Die Alternative ‚Neubau am alten Standort‘ wurde bereits vor einem Jahr in der Politik hinlänglich diskutiert und letztendlich als nicht zukunftsfähig verworfen! Es gab hierzu einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen von SPD und FDP, der mit breiter Mehrheit beschlossen wurde. So heißt es unter anderem in der Begründung aus November 2017: ‚Ein An- oder Umbau auf dem heute genutzten Grundstück im Zentrum Wengerns kann diese baulichen Reserven nicht bieten und ist daher kein zukunftssicherer Standort für eine derart erhebliche Investition.‘ und weiter heißt es: ‚Es ist daher der Entwicklung des Angebots nicht zuträglich, eine massive, an in erster Linie funktionalen Gesichtspunkten gestaltete Fahrzeughalle mitten im Dorfzentrum zu platzieren. Überdies würde die bereits herrschende Parkplatz-Knappheit noch weiter verschärft.‘“, so Bernecker.

André Menninger,
Fraktionsvorsitzender

Insofern sei die Vorgehensweise im letzten Ausschuss nicht nachvollziehbar und respektiere das Votum aus dem letzten Jahr in keiner Weise. Der Fraktionsvorsitzende der FDP, André Menninger ergänzt: „Der Beschluss dieser Woche hat nur negative Auswirkungen. Zunächst werden unnötig Gelder für einen Architektenentwurf ausgegeben. Dann müssen die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Wengern noch länger mit den widrigen Bedingungen in der alten Wache leben und kommen viel später in den Genuss eines sicheren Arbeitsumfeldes!“.
Weiter: „Auch die FDP möchte natürlich den Wünschen der Feuerwehr nachkommen, wo es nur geht. Aber gerade weil die Kameradinnen und Kameraden sich Tag für Tag freiwillig und ehrenamtlich für den Brandschutz und damit die Sicherheit aller Wetteraner engagieren, wollen wir hingegen auch fair und ehrlich mit ihnen umgehen. Daher wäre es an der Zeit gewesen, dass die Politik sich ehrlich macht, Verantwortung übernimmt und der Wehr in Wengern schnellstmöglich eine neue Wache im Heringhäuser Feld erbaut und nicht weiter Zeit verliert.“, so Menninger abschließend.

 


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