Regionalplan Ruhr: Zukünftigen Generationen keine Möglichkeiten rauben

Regionalplan Ruhr: Zukünftigen Generationen keine Möglichkeiten rauben

Zur Neuaufstellung des Regionalplans Ruhr kann man an vielen Stellen Kritik üben. So ist z.B. zu beanstanden, dass man vielfach veraltete Zahlen als Basis genommen hat. Zur Planungsgrundlage für Gewerbe- und Industrieflächen wurden z. B. anscheinend Zahlen aus den Jahren 2005 – 2010 herangezogen.

Auszug aus dem Regionalplan, Quelle: https://www.metropoleruhr.de/fileadmin/user_upload/metropoleruhr.de/01_PDFs/Regionalverband/Regionalplanung/Download_PDFs/RPRuhr_Erarbeitung/Karten/20180827_Blatt28_zeichnerische_Festlegungen_TeilC_Regionalplan_Ruhr.pdf

Der Stellungnahme der Verwaltung vom 17.01.2019 kann die FDP-Fraktion in nahezu allen Punkten folgen. Allerdings wenden wir uns gegen den Wunsch der Verwaltung, das Gebiet „Vordere Heide“ nicht als Kooperationsstandort für GIB darzustellen und müssen uns ebenso irritiert zeigen, dass diese Verwaltungssicht offenbar bereits vor der politischen Beratung vor Ort Eingang in eine interkommunale Stellungnahme gefunden hat. Für eine Darstellung als Kooperationsstandort „Vordere Heide“ sprechen folgende Gründe:

• Seit Jahren fehlen in Wetter wie auch in allen anderen Städten des EN-Kreises Gewerbeflächen, um neue Betriebe anzusiedeln, aber auch, um eingesessenen Firmen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. (Abwanderungen aus Wetter haben ja schon stattgefunden)

• Die Entwicklung von GIB-Flächen braucht offensichtlich sehr viel Zeit. So hat die bald stattfindende Realisierung des Gewerbegebietes „Am Stork“, heute „Schwelmer Straße“ mehr als 10 Jahre gedauert!

• Der neue Regionalplan weist eine Laufzeit bis 2034 auf, ein Zeitraum, für den die Wirtschaftsentwicklung heute nicht konkret eingeschätzt werden kann.

• Die Planungshoheit bleibt heute und in Zukunft -unabhängig vom Regionalplan- vor Ort im Rat der Stadt Wetter. Da Kooperationsstandorte nicht auf die kommunale Flächenbilanz angerechnet werden, sollten sie weiterhin Berücksichtigung finden, auch wenn wir aktuell kein Umsetzungsinteresse sehen.

Deshalb schlagen wir vor, zukünftigen Generationen nicht der Möglichkeit einer Entwicklung zur Gewerbefläche zu berauben. Der Regionalplan gibt nur den Rahmen vor, ob dort wirklich einmal ein Gewerbegebiet entsteht, entscheidet der dann zuständige Rat.
Daher schlägt die FDP vor, das Gebiet „Vordere Heide“ als Optionsstandort im Plan zu belassen, wohl wissend, dass eine Entwicklung zurzeit nicht stattfinden wird.


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